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Diagnostik und Therapie von Schluckstörungen (Dysphagiezentrum)

Die Diagnostik und Behandlung von Patienten mit einer Dysphagie (Schluckstörung) bildet einen neuen Behandlungsschwerpunkt in der Klinik für Akutgeriatrie und Frührehabilitation am St. Willibrord-Spital.
Schluckstörungen treten als Problem erst ganz allmählich in das Bewusstsein der Medizin. Dabei gibt es keinen Zweifel mehr an der Bedeutung: Bei bis zu 20 % aller Patienten in einem Akutkrankenhaus, bei 20 - 50 % der Bewohner von Seniorenheimen, bei 32% aller Patienten mit neurologischen Erkrankungen und bei 50 - 60% aller Patienten mit Schlaganfall kommen Schluckstörungen vor. 

Wie kommt es zu Schluckstörungen ?

Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für neuro­gene Schluckstörungen. Auch andere neurologische Erkrankungen können zu Störungen beim Kauen und Schlucken führen. In vielen Fällen ist dabei die Beweglichkeit im Mund- und Rachenraum sowie die Sensibilität eingeschränkt. Gefährlich wird es für einen Patienten mit Schluckstörungen, wenn Speise­reste und Flüssigkeit unbemerkt über die Luftröhre in die Lunge gelangen und Schutzreflexe wie das Husten ausgefallen sind. Eine Lungenentzündung ist häufig die Folge. Sie schwächt den Patienten zusätz­lich und kann lebensbedrohlich sein. 

Wie erkennt man Schluckstörungen?

Anzeichen für Schluckstörungen sind beispielsweise häufiges Verschlucken, eine gurgelnde Stimme, ver­mehrtes Husten und Räuspern während oder nach dem Essen, nicht erklärbare Fieberzustände und Ent­zündungen der Bronchien. 

Diagnostik von Schluckstörungen

In der Klinik für Akutgeriatrie und Frührehabilitation am St. Willibrord-Spital arbeitet ein Spezialisten-Team von Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften eng zusammen mit dem Ziel, die Schluckfunktionen zu verbessern und Komplikatio­nen bei der Nahrungsaufnahme zu verhindern. Ein Patient mit Verdacht auf Schluckstörungen wird zunächst genau untersucht. Am Anfang erfolgt eine ausführliche sprachtherapeutische Dysphagie-Di­agnostik. Darüber hinaus wird häufig eine ärztliche endoskopische Schluckuntersuchung durchgeführt. Ein dünnes Endoskop, das mit einer Kamera versehen ist, wird schonend durch die Nase bis in den Rachen vorgeschoben. Der Arzt kann dann den Nasen-Ra­chenraum und den Kehlkopf einsehen. Ferner kann er nach Gabe verschiedener Nahrungsmittel in un­terschiedlicher Konsistenz erkennen, ob Nahrungs­bestandteile beispielsweise in den Kehlkopf oder in die Lunge eindringen.

In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass bei vielen Schlaganfallpatienten mit Schluckstörungen durch eine differenzierte und individuell angepasste Therapie eine orale Ernährung sichergestellt werden konnte, was einen erheblichen Zugewinn an Lebensqualität bedeutet.

Für die Angehörigenberatung steht ein Faltblatt mit wichtigen Informationen zur Verfügung.