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Schmerztherapie

(Prof. Dr. Joachim van Alst)

Viele Operationen sind mit Schmerzen verbunden. Diese werden während der Narkose verlässlich unterbunden. In der postoperativen Phase setzen wir verschiedene Techniken der Schmerzbehandlung ein.

Angepasst an das zu erwartende Schmerzniveau kommen verschiedene Medikamente nach einem Stufenkonzept zum Einsatz. Dies sind bei wenig schmerzhaften Eingriffen die sogenannten „peripheren Analgetika“ wie Paracetamol oder Novalgin. Kombiniert werden diese bei stärkeren oder sehr starken Schmerzen mit den sogenannten „zentralen Analgetika“, die zu den Opioiden gehören.
Die Gabe dieser Medikamente kann in Tablettenform oder über eine - teilweise vom Patienten selber steuerbare - Medikamentenpumpe in die Blutbahn erfolgen.

Eine weitere sehr effektive Möglichkeit, Schmerzen auszuschalten, besteht im Einsatz von Techniken, bei denen ein sehr dünner Katheter in die Nähe von Nervenbahnen gelegt wird. Hierüber werden örtliche Betäubungsmittel gegeben, die die Weiterleitung von Schmerzreizen unterbinden. Insbesondere bei größeren Eingriffen der Orthopädie und Unfallchirurgie sowie bei Baucheingriffen wird diese Technik zunehmend angewandt.